DAS NATIONALMUSEUM IN KRAKAU
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Galerie der westeuropäischen Malerei

Die Galerie befindet sich in dem zweiten Stockwerk des Czartoryski Palastes. Sie umfasst über 400 Werke aus den Sammlungen der Stiftung und des Nationalmuseums in Krakau. Hier werden alle der wichtigsten Malschulen Westeuropas präsentiert – italienische Werke aus dem 12.-15. Jahrhundert und spätere, niederländische und deutsche aus dem 15.-16. Jahrhundert, sowie die holländische und flämische Schule aus dem 17.-18. Jahrhundert.



Der Stolz der Sammlung ist das berühmte Gemälde Leonardo da Vincis Dame mit Hermelin (ca.1490), das allgemeinhin als eines der größten Meisterwerke der italienischen Renaissancemalerei angesehen wird, und das wertvollste Gemälde in den polnischen Sammlungen darstellt. Einer großen Berühmtheit erfreut sich ebenfalls eines der besten Landschaftsgemälde Rembrandts – Der barmherzige Samariter (1638).



Das dritte berühmte Gemälde aus der Czartoryski Sammlung ist das Portrait eines Jünglings von Rafael Santi (ca. 1509-1511). Leider wurde es während des II. Weltkrieges geraubt und bis heute nicht wieder gefunden.



Zu den hervorragendsten Werken mit religiöser Thematik gehören das Trytichon Madonna mit Kind, heiligem Franz und Klara (ca. 1290) von einem sog. Meister der Clarissen; das vom Meister des Kodexes des heiligen Georgs (tätig ca. 1300-1350) geschaffene Die Verkündigung, eines Werkes, das einen Teil eines Polyptychons darstellt (die übrigen Teile des Altars befinden sich im Louvre, im Museo Nationale in Florenz, sowie in der Rockefeller Sammlung in New York); Madonna mit Kind gemalt von Lippus Benivieni (tätig ca. 1310-1330) und ebenfalls die Predigt Johannes des Täufers – eine Kopie des Gemäldes von Pieter Breughel dem Älteren angefertigt von Pieter Breughel dem Jüngeren (1601-1604); die Heilige Katharina von Alexandrien (ca. 1511) – Fragment eines Tryptychons von Hans Kulmbach, sowie die Schreibende Maria Magdalena (1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) von einem Meister der weiblichen Halbfiguren.



An die Antike knüpfen unter anderem das aus der Schule Paula Veroneses stammende Gemälde Pomona (Ende des 16. Jahrhunderts) und Venus Victris (Siegreiche Venus) aus der Feder von Michele Tosini, geannt Ridolfo del Ghirlandaio, (16. Jahrhundert) an. Unter den Szenenmalereien wecken die Würfelspieler von Mattia Pretti (1613-1692), sowie die späteren Werke: Trompetenkonzert und Szene auf der Wache von Antoni Palamedesz (17. Jahrhundert) oder Bei der Marktfrau von Franz van Mieris dem Jüngeren (1689-1763) die Aufmerksamkeit.



Es werden zahlreiche Portraits aus dem 16. und 17. Jahrhundert zur Schau gestellt, unter ihnen das Portrait Isabellas, der Königin Dänemarks vom sog. Meister der Legende Maria Magdalenas (ca. 1514-1514), das Portrait Giuliano de Medici (16./17. Jahrhundert) gemalt nach Sander Boticelli, das Portrait Junge in polnischer Tracht (1660-1670), das vielleicht den in seiner Kindheit verstorbenen Prinzen Siegmund Kasimir Wasa darstellt, angefertigt von Caspar Netscher, sowie zwei Gemälde nach Tizian: Das Portrait Karls V. von Habsburg (ca.1548-1556) sowie das Portrait Alfons d’Avalos (16./17. Jahrhundert).



Unter den italienischen und holländischen Landschaftsmalereien und Stillleben sind das Stillleben mit Hummer von Dirck Sauts (tätig 1675-1677), Landschaft mit Wäscherinnen und Holzfällern von Alessandro Magnasco (tätig 1667-1749) sowie der Palastsäulengang und der Eingang zum Palast von Daniel de Blieck (tätig 1648-1673) zu erwähnen.



Zu den bekanntesten romantischen Gemälden gehören Jagende Tscherkesen mit Hunden von Aleksander Orłowski (1810-1820) sowie Sirenen von Teofil Kwiatkowski.



In der Galerie befinden sich ebenfalls Skulpturen – u.a. die Zum Bade kniende Venus von Etienne-Maurice’a Falconeta.

 

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